Westworld-Staffelfinale: Das Beste kommt zum Schluss

Game of Thrones kann sich warm anziehen in den nächsten Jahren. Auch wenn die Kultserie in die finale Phase einläuft hat es einen starken Konkurrenten dazubekommen: Westworld. Beides produziert der Privatsender HBO. Die neue Sendung hatte vor Kurzem ihr Staffelfinale. Und das hatte es in sich.

ACHTUNG SPOILER!

Die Serie handelt von einem Vergnügungspark im Western-Stil in dem die Besucher ihre Fantasien frei ausleben können. Sie können mit den Bewohnern interagieren, was in viele Fällen zu Mord, Vergewaltigung und anderen Straftaten führt. Das sind jedoch keine Menschen, es sind täuschend echte Roboter, deren Erlebnisse immer wieder gelöscht werden. Sie können sich also an die Gräueltaten der Besucher nicht erinnern und leben in ihrer eigenen Luftblase in jeden neuen Tag hinein.

9 Folgen lang war der Zuschauer vor allem eins: verwirrt. Denn selten gab eine Serie in letzter Zeit so viele Rätsel auf wie Westworld. Wurde ein Mysterium aufgedeckt kamen gleich zwei neue dazu. Wer ist der schwarze Mann und was verbirgt sich hinter dem Labyrinth, von dem alle sprechen? Was hat Arnold damit zu tun?

Nachdem in den späten Episoden schon einiges über den Macher des Vergnügungspark Robert Ford (Anthony Hopkins) und seine Machenschaften ans Licht kam versprach das Staffelfinale einen Knaller nach dem nächsten – und bestätigte damit viele Fan-Theorien.

Große Enthüllungen

In vielen Foren wie Reddit wurde nach jeder Folge, die in Deutschland nur auf Sky erhältlich sind, heiß diskutiert wie es weitergeht. Dass der unscheinbare Besucher William (Jimmi Simpson) die jüngere Version des skrupellosen „Man in Black“ (Ed Harris) verkörpert, überraschte deshalb am Ende niemanden mehr. Westworld inszenierte damit zwei Timelines, die erst ganz am Ende ausgelöst wurden.

Eine zweite große Fan-Theorie bestätigte sich mit Robert Fords Freund und Helfer Bernard (Jeffrey Wright). Bereits in Folge 9 stellte sich heraus, dass er als Host eine weitere Marionette für Fords Machenschaften ist. Er wurde nach dem Ebenbild Arnolds, Mitentwickler des Parks, erschaffen. Alle Gespräche zwischen ihm und Dolores fanden also auch in der Vergangenheit statt.

Auch das große Rätsel um das Labyrinth ist endlich gelöst. Nach langem hin und her war es Dolores (Evan Rachel Wood), die die ganze Wahrheit ans Licht brachte. Es ging um die Entwicklung eines eigenen Bewusstseins, so wie Arnold es seinen Schützlingen gewünscht hatte. Und wie es sich für eine HBO Serie gehört, endete die erste Staffel Westworld mit einem Knall, der auch den größten Verschwörungstheoretikern die Münder offen ließ. Die Roboter, angeführt von der bekehrten Dolores, richteten sich am Ende gegen ihre Herren auf.

Staffel 2 in Aussicht

Doch wie geht es jetzt weiter in der fiktiven Western-Welt? Eine zweite Staffel scheint durch den großen Erfolg schon in trockenen Tüchern.  Denn viele Fragen sind immer noch ungeklärt. Ein Multi-Universum an verschiedenen Vergnügungsparks wurde im Staffelfinale bereits angeteasert. Außerdem gab es bisher noch keine Überschneidungen mit der realen Welt. Wir wissen also nicht, wo sich der Park wirklich befindet.

Es bietet also genug Stoff für weitere Staffeln Westworld, um Westeros ordentlich Konkurrenz zu machen. Übertroffen hat es Game of Thrones schon, zumindest in der Einschaltquote. Ein wenig gedulden müssen sich die Fans aber noch. Denn durch die aufwändige Produktion ist Staffel 2 erst für 2018 angekündigt.

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